Egerland

Land, Leute und Kultur

egerlandtag2015_egerland.wordpress.com


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Bericht vom Egerlandtag und 45. Bundestreffen der Egerlandjugend 2015

Der diesjährige Egerlandtag und das 45. Bundestreffen der Egerlandjugend in Marktredwitz vom 10.-12.07.2015 waren gut besucht und die Teilnehmer hatten viel Freude und Spaß – bei den verschiedenen Veranstaltungen und miteinander!

Für alle Egerländer und an der Kultur des Egerlandes Interessierten waren es sehr schöne Tage, an denen die vielfältige Kultur der Egerländer ihre Lebendigkeit zeigte.

Ein ausführlicher Bericht mit schönen Bildern vom Egerlandtag und dem Bundestreffen der Egerlandjugend findet sich hier:
Sonderseite Egerlandtag 2015 (Egerländer Blasmusik- und Informationsarchiv) 

Jetzt bin ich noch auf das Film-Material von „0711Guen“ gespannt 🙂

 

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2015_Egerlandtag_Programm_www.egerland.wordpress.com


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10.-12. Juli 2015: Egerlandtag & 45. Bundestreffen der Egerlandjugend in Marktredwitz

Zum ersten Mal finden der Egerlandtag und das Bundestreffen der Egerlandjugend gemeinsam statt.

Auf dem Festplatz am Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz, gewissermaßen vor den Toren des Egerlandes, bieten sich insbesondere am Wochenende 11. und 12. Juli 2015 in vielen Veranstaltungen vielfältige Gelegenheiten zum kulturellen und menschlichen Miteinander!

Und auch das Egerland-Museum ist an beiden Tagen ab 10 Uhr geöffnet.

Das ausführliche Programm kann auf der Internetseite des Bundes der Eghalanda Gmoin e.V. angesehen, bzw. als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Weitere Informationen
Internet:
Programm Egerlandtag und 45. Bundestreffen der Egerlandjugend 10.-12. Juli 2015 – PDF-Datei
Bund der Eghalanda Gmoin e.V.
Egerland-Jugend – Bundesjugendführung

Weihnachtskrippen_Egerlandmuseum_2014_Egerland.wordpress.com


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Weihnachtskrippen aus dem Egerland – Ausstellung im Egerland-Museum in Marktredwitz

Passend zur Weihnachtszeit zeigt das Egerland-Museum in Marktredwitz eine große Ausstellung von Krippen aus dem Egerland und aus Marktredwitz.
Besonders schön, dass ein Teil der Egerländer Weihnachtskrippen aus dem Fundus des Regionalmuseums in Eger zur Verfügung gestellt wurde.
(In der Dauerausstellung in Eger (Cheb) spielt die Volkskultur der Egerländer leider keine große Rolle…).

Informationen zur Kultur der Weihnachtskrippen im Egerland habe ich bereits in einem früheren Beitrag hier zusammengefasst.

Diese neue und aufwändige Ausstellung im Egerland-Museum in Marktredwitz zeigt eine große Bandbreite von verschiedenen Krippenformen aus unterschiedlichen Materialien und quer durch die verschiedenen Gebiete des Egerlandes!
Dazu gibt es einen sehr umfangreichen Katalog.

Bis zum 29.03.2015 kann diese schöne und interessante Ausstellung im Egerland-Museum besichtigt werden!

Weitere Informationen im Internet:
Egerland-Museum Marktredwitz: Informationen zur Ausstellung „Eine Welt im Kleinen – Krippen aus dem Egerland und Marktredwitz“
Egerland-Museum Marktredwitz: Faltblatt zur Ausstellung (pdf)
Ein kurzer Film über diese Krippen-Ausstellung (TV Oberfranken)

 

Weihnachtskrippen aus dem Egerland

Ein Kommentar

Die Frömmigkeit im Egerland spiegelte sich in der Weihnachtszeit auch besonders in Form aufwändiger und phantasievoller Weihnachtskrippen wieder.
Die erste Darstellung einer Krippe im Egerland fand sich vermutlich 1629 am Hauptaltar der St. Nikolaus-Kirche in Eger, 1638 wird dort bereits ein ständiger Krippenbrauch dokumentiert, 1659 wurde diese Kirchenkrippe von dem Architekten Clemens neu gestaltet. In den folgenden Jahrzehnten wurde diese Krippe immer weiter ausgebaut, weitere Krippen entstanden in anderen Kirchen von Eger, aber auch in anderen Orten des Egerlandes. Von Eger aus wurden damals die Pfarreien Waldsassen, Albenreuth, Falkenau, Heinrichsgrün, Haslau, Alt-Kinsberg, Königsberg, Trebendorf, Treunitz und Ober-Lohma betreut. Zumindest für Alt-Kinsberg ist bereits im Jahre 1667 belegt, dass dort „das Häuschen von Nazareth (Aedicula Nazaretica)…“ von den „Künsbergern“ erbaut worden war. Auch in weiteren Missionen des Egerlandes, wie z.B. den Orten Liebenstein, Wildstein, Haslau, Mühlbach, Albenreuth oder Trebendorf, oder später auch Palitz und Schönbach, waren wohl bereits früh schon einzelne Krippen errichtet worden.

In den Wohnstuben des Egerlandes hielten die Weihnachtskrippen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Einzug. Zunächst waren die Figuren auf Papier und Pappe handgemalt, später lithographiert und handkoloriert. Später bestanden die Darstellungen aus Holz, Porzellan, Papiermaché oder anderen Materialien. Ausgestaltung und Aufbau der Krippen waren im Egerland regional unterschiedlich. Nördlich des Stiftes Tepl wurden beispielsweise Kastenkrippen mit „Krippenberg“ beschrieben. In der Karlsbader Region wurden Glaskästen mit kulissenartig eingebauten Stadtpanoramen, genannt „Karlsbader Perspektive“, an die Wand gehängt; war zusätzlich die Christgeburt dargestellt, hießen sie „Karlsbader Kripperl“. Im nördlichen Egerland um Neudek und Graslitz wurden Krippenfiguren früh aus Blech hergestellt.
Mit zunehmender Verbreitung der Krippen war ein eigener Berufsstand entstanden: die „Mannlmaler“. Die Holzfiguren wurden von hauptberuflichen Handwerkern gearbeitet oder auch von engagierten Feierabendschnitzern selbst gemacht. Eine Besonderheit des Egerlandes ist die große Häufung von Schreinkrippen.

Die Fotos dieses Beitrags stammen aus dem Stiftlandmuseum in Waldsassen. Dort gibt es in der Dauerausstellung einen ganzen Raum voller historischer Weihnachtskrippen, primär aus der näheren Umgebung, und auch einige Kastenkrippen aus dem Egerland.

Im kommenden Jahr 2014 wird im Egerland-Museum  in Marktredwitz eine sehr große Sonderausstellung mit Weihnachtskrippen aus dem Egerland stattfinden. Dort werden dann ca. 2400 handgefertigte Krippenfiguren aus dem Egerland und aus der Region Marktredwitz zu sehen sein!

Weitere Informationen:
Internet:
Weitere Details zu Egerländer Krippen vom Egerland-Museum (aus dem Jahr 2009)
Presse-Information zur 2014 stattfindenden großen Sonderausstellung von Weihnachts-Krippen im Egerland-Museum in Marktredwitz

Buch:
Eger und das Egerland – Volkskunst und Brauchtum, Hrsg. L. Schreiner, Verlag Langen Müller, ISBN: 3-7844-2178-4

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Der Egerlandbrunnen in Marktredwitz – oder: Hochzeit im Egerland

Vor dem Egerland-Museum in Marktredwitz ( https://egerland.wordpress.com/2013/06/07/das-egerland-museum-in-marktredwitz/ ) steht seit 2005 ein ganz besonderes Kunstwerk: der Egerlandbrunnen.

Auf mehreren Ebenen werden hier typische Besonderheiten einer Bauernhochzeit im Egerland dargestellt.

Musikanten mit Dudelsack, Geige und Klarinette führen den Hochzeitszug an. Danach folgt der Hochzeitslader, der die Aufgabe übernommen hat, die Hochzeit zu organisieren. Die nachfolgenden zwei Schützen sind Freunde des Bräutigams, der eine hat seinen Hund mitgebracht. Den beiden folgen die Blumenkinder. Dann kommen die beiden Hauptpersonen: das Brautpaar, gefolgt von den Brautvätern und -müttern. Hinter ihnen kommt der von Ochsen gezogene Kammerwagen in dem das Hochzeitsgut der Braut zum Hof des Bräutigams gefahren wird. Ziegenpeter, Gänseliesel und Hans im Glück stehen dafür, dass auch Tiere zur Mitgift der Braut gehörten. Vogelbeerbaum und Marterl spielten eine besondere Rolle im Egerland. Und natürlich ist auch der Pfarrer beim Hochzeitszug dabei.

In der zweiten Ebene sind 6 Tanzpaare zu sehen mit typisch egerländischen Tanzfiguren: Drahrer, Galopp, Verdrahter und Verdrahte, Heber, Patscher und Polka.

In der dritten Ebene spielen die Musikanten: Geiger, Klarinette, Dudelsack, Harfe und Kontrabass – die typische Kapelle des Egerlandes!

In der vierten Ebene tanzen die Kinder mit einer Blumengirlande um den Sockel des Taubenhauses.

Über allem thront das Taubenhaus. Dieses durfte auf keinem Bauernhof im Egerland fehlen. Es stand in der Mitte des typischen Egerländer Vierseithofes, es versinnbildlichte den Stolz des Bauern und war auch ein Symbol für die Freiheit.

Internet:
Egerlandbrunnen in Marktredwitz: http://www.egerlandbrunnen.de/
Foto: http://www.panoramio.com/photo/83252865


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Das Egerland-Museum in Marktredwitz

Das Egerland-Museum im oberfränkischen Marktredwitz liegt quasi direkt vor den Toren des Egerlands.
Auf einer Fahrt in das Egerland ist hier ein sehr lohnenswerter Halt.
Das Museum bietet einen schönen Querschnitt durch die verschiedenen Aspekte egerländischer Kultur. Am Anfang der Ausstellung läuft ein Videofilm, der einen guten Einstieg in die Geschichte des Landes zeigt. Dann folgen eine große Menge verschiedener Ausstellungsstücke: Alltags- und Gebrauchsgegenstände, Möbelstücke z.T. mit schönen Intarsien, eine rekonstruierte Bauernstube. Beispiele für die im Egerland vorherrschende Porzellan-, Glas- und Textilindustrie werden gezeigt, sowie Schmuck und Zinngießerei. Die verschiedenen Trachten des Egerlandes können bewundert werden, und es gibt mehrere Beispiele eines Wahrzeichens des Egerlandes – des „Huasnoantoutara“ als fester Bestandteil der Männertracht und auch in kleinerer Form am Halstuch bei Frauen. Der Bädertourismus in den berühmten Badeorten des Egerlandes  Karlsbad, Franzensbad und Marienbad spielt eine große Rolle, es werden schöne Exponate gezeigt, wie z.B.  die typischen Trinkgefäße oder die Karlsbader Sprudelsteine. Typische Musikinstrumente sind zu sehen (wie z.B. der Egerländer Bock) und Klangbeispiele können gehört werden. Auch die Waffelherstellung der berühmten Karlsbader bzw. Marienbader Waffeln ist vertreten.  Natürlich spielen auch Flucht und Vertreibung eine Rolle.

Daneben gibt es noch eine Dauerausstellung mit Gemälden von Künstlern aus dem Egerland. Hier sind verschiedene Stilrichtungen mit wirklich schönen Bildern vertreten.

Zu weiteren Themen gibt es wechselnde Sonderausstellungen, das derzeitige Thema ist der „Egerländer Geigenbau“.

Im Kassenbereich gibt es auch einen kleinen „Museumsladen“ – hier können u.a. Huasnoantoutara als Brosche, Ohrhänger usw. gekauft werden.

Ein Besuch in diesem Museum lohnt unbedingt und sollte vor einer Reise in das Egerland eingeplant werden!

Internet:
Egerland-Museum: http://www.egerlandmuseum.de

Aktuelles Thema der Sonderausstellungen (und eine Liste der bisherigen Themen): http://www.egerlandmuseum.de/seiten/sonder_archiv/sonderarchiv.htm