Egerland

Land, Leute und Kultur

Walter Lederer – Bilder einer Ausstellung

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In meinem letzten Beitrag hatte ich auf die Ausstellung des aus dem Egerland stammenden Malers Walter Lederer hingewiesen, veranstaltet im Sudetendeutschen Haus in München.

Mittlerweile konnte ich mir diese Ausstellung ansehen und es war ein sehr schönes Erlebnis, diese Bilder ausführlich und in Ruhe zu betrachten.
Für alle, die nicht diese Gelegenheit hatten, hier ein paar Impressionen mit Beispielen aus dem Werk dieses Künstlers!

(Technischer Hinweis: Titel des Gemäldes und Jahreszahl erscheinen, wenn der Mauszeiger auf das Bild zeigt.)

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Walter Lederer Ausstellung 2014 Egerland.wordpress.com


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Walter Lederer – Maler aus Schönbach bei Asch im Egerland – Ausstellung 6.11.-3.12.2014

Gemälde von Walter Lederer habe ich zum ersten Mal in der Kunstausstellung im Egerland-Museum in Marktredwitz gesehen. Ich empfand die Bilder gleich als „große Kunst“, in einer Reihe mit berühmten Künstlern wie z.B. Franz Marc, Joan Miró oder Oskar Schlemmer, wobei das künstlerische Spektrum von Walter Lederer ein sehr breites ist.
Walter Lederer wurde 1923 in Schönbach bei Asch im Egerland geboren. Nach der Vertreibung lebte und arbeitete er am Chiemsee und war im Haus der Kunst in München tätig.
Vom 6. November bis zum 3. Dezember 2014 ist nun im Sudetendeutschen Haus in München eine Ausstellung seines Lebenswerkes zu sehen unter dem Titel „Walter Lederer 1923 bis 2003 – Kunstbeschwörung„.
Die Ausstellungseröffnung ist am Abend des 5.11.2014, der Eintritt zur Ausstellung  ist frei.

Weitere Informationen im Internet:
Walter Lederer – Internetauftritt
Walter Lederer – Wikipedia
Ausstellung Walter Lederer – Sudetendeutsche Heimatpflege (5.11.-3.12.2014)

Schönbach bei Asch (Egerland) – Wikipedia

Weihnachtskrippen aus dem Egerland

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Die Frömmigkeit im Egerland spiegelte sich in der Weihnachtszeit auch besonders in Form aufwändiger und phantasievoller Weihnachtskrippen wieder.
Die erste Darstellung einer Krippe im Egerland fand sich vermutlich 1629 am Hauptaltar der St. Nikolaus-Kirche in Eger, 1638 wird dort bereits ein ständiger Krippenbrauch dokumentiert, 1659 wurde diese Kirchenkrippe von dem Architekten Clemens neu gestaltet. In den folgenden Jahrzehnten wurde diese Krippe immer weiter ausgebaut, weitere Krippen entstanden in anderen Kirchen von Eger, aber auch in anderen Orten des Egerlandes. Von Eger aus wurden damals die Pfarreien Waldsassen, Albenreuth, Falkenau, Heinrichsgrün, Haslau, Alt-Kinsberg, Königsberg, Trebendorf, Treunitz und Ober-Lohma betreut. Zumindest für Alt-Kinsberg ist bereits im Jahre 1667 belegt, dass dort „das Häuschen von Nazareth (Aedicula Nazaretica)…“ von den „Künsbergern“ erbaut worden war. Auch in weiteren Missionen des Egerlandes, wie z.B. den Orten Liebenstein, Wildstein, Haslau, Mühlbach, Albenreuth oder Trebendorf, oder später auch Palitz und Schönbach, waren wohl bereits früh schon einzelne Krippen errichtet worden.

In den Wohnstuben des Egerlandes hielten die Weihnachtskrippen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Einzug. Zunächst waren die Figuren auf Papier und Pappe handgemalt, später lithographiert und handkoloriert. Später bestanden die Darstellungen aus Holz, Porzellan, Papiermaché oder anderen Materialien. Ausgestaltung und Aufbau der Krippen waren im Egerland regional unterschiedlich. Nördlich des Stiftes Tepl wurden beispielsweise Kastenkrippen mit „Krippenberg“ beschrieben. In der Karlsbader Region wurden Glaskästen mit kulissenartig eingebauten Stadtpanoramen, genannt „Karlsbader Perspektive“, an die Wand gehängt; war zusätzlich die Christgeburt dargestellt, hießen sie „Karlsbader Kripperl“. Im nördlichen Egerland um Neudek und Graslitz wurden Krippenfiguren früh aus Blech hergestellt.
Mit zunehmender Verbreitung der Krippen war ein eigener Berufsstand entstanden: die „Mannlmaler“. Die Holzfiguren wurden von hauptberuflichen Handwerkern gearbeitet oder auch von engagierten Feierabendschnitzern selbst gemacht. Eine Besonderheit des Egerlandes ist die große Häufung von Schreinkrippen.

Die Fotos dieses Beitrags stammen aus dem Stiftlandmuseum in Waldsassen. Dort gibt es in der Dauerausstellung einen ganzen Raum voller historischer Weihnachtskrippen, primär aus der näheren Umgebung, und auch einige Kastenkrippen aus dem Egerland.

Im kommenden Jahr 2014 wird im Egerland-Museum  in Marktredwitz eine sehr große Sonderausstellung mit Weihnachtskrippen aus dem Egerland stattfinden. Dort werden dann ca. 2400 handgefertigte Krippenfiguren aus dem Egerland und aus der Region Marktredwitz zu sehen sein!

Weitere Informationen:
Internet:
Weitere Details zu Egerländer Krippen vom Egerland-Museum (aus dem Jahr 2009)
Presse-Information zur 2014 stattfindenden großen Sonderausstellung von Weihnachts-Krippen im Egerland-Museum in Marktredwitz

Buch:
Eger und das Egerland – Volkskunst und Brauchtum, Hrsg. L. Schreiner, Verlag Langen Müller, ISBN: 3-7844-2178-4

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Egerland-Ausstellung in Waldsassen im Stiftlandmuseum (bis 06.01.2014)

In den vergangenen Wochen kam ich aus verschiedenen Gründen kaum dazu, hier etwas zu schreiben. Einer der Gründe war eine neuerliche Reise ins Egerland.
Auf dieser Reise besuchte ich auch eine kleine, aber sehr feine Ausstellung in Waldsassen im Stiftlandmuseum.
Titel: Die Volkskultur der Egerländer und die Not der Vertreibung.
Kompakt auf engem Raum wird eine vergleichsweise große Anzahl schöner und ausgewählter Gegenstände aus vielen Bereichen der Egerländer Kultur gezeigt. Dazu gibt es informative Schautafeln mit textlichen Erläuterungen zur Volkskultur und zur Vertreibung der Egerländer.
Diese Sonderausstellung ist noch bis zum 06.01.2014 zu sehen.
Ein Besuch dieser Ausstellung zur Kultur des Egerlandes ist unbedingt zu empfehlen!

Das Stiftland ist eine Region, die von jeher sehr eng historisch und kulturell mit dem Egerland verbunden ist.
Diese Region wird im Stiftlandmuseum sehr schön aufbereitet dargestellt. In der Dauerausstellung sind auch Ausstellungsstücke aus dem Egerland zu sehen, wie mehrere Weihnachtskrippen aus verschiedenen Orten oder z.B. Heiligenbilder aus Maria Loreto. Insofern ist auch außerhalb der o.g. Sonderausstellung ein Besuch dieses Museums allen zu empfehlen, die sich für das Thema Egerland im engeren oder weiteren Sinne interessieren.
In einem der Obergeschosse der Dauerausstellung befindet sich die Chodauer Heimatstube. Waldsassen übernahm 1956 die Bürgerpatenschaft für die Stadt Chodau (heute Chodov) im Egerland.

Internet:
Stiftlandmuseum Waldsassen: Sonderausstellung „Die Volkskunst der Egerländer und die Not der Vertreibung“
Stiftlandmuseum Waldsassen (Allgemeine Seiten)
Wikipedia: Stiftland
Wikipedia: Chodau


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Das Egerland-Museum in Marktredwitz

Das Egerland-Museum im oberfränkischen Marktredwitz liegt quasi direkt vor den Toren des Egerlands.
Auf einer Fahrt in das Egerland ist hier ein sehr lohnenswerter Halt.
Das Museum bietet einen schönen Querschnitt durch die verschiedenen Aspekte egerländischer Kultur. Am Anfang der Ausstellung läuft ein Videofilm, der einen guten Einstieg in die Geschichte des Landes zeigt. Dann folgen eine große Menge verschiedener Ausstellungsstücke: Alltags- und Gebrauchsgegenstände, Möbelstücke z.T. mit schönen Intarsien, eine rekonstruierte Bauernstube. Beispiele für die im Egerland vorherrschende Porzellan-, Glas- und Textilindustrie werden gezeigt, sowie Schmuck und Zinngießerei. Die verschiedenen Trachten des Egerlandes können bewundert werden, und es gibt mehrere Beispiele eines Wahrzeichens des Egerlandes – des „Huasnoantoutara“ als fester Bestandteil der Männertracht und auch in kleinerer Form am Halstuch bei Frauen. Der Bädertourismus in den berühmten Badeorten des Egerlandes  Karlsbad, Franzensbad und Marienbad spielt eine große Rolle, es werden schöne Exponate gezeigt, wie z.B.  die typischen Trinkgefäße oder die Karlsbader Sprudelsteine. Typische Musikinstrumente sind zu sehen (wie z.B. der Egerländer Bock) und Klangbeispiele können gehört werden. Auch die Waffelherstellung der berühmten Karlsbader bzw. Marienbader Waffeln ist vertreten.  Natürlich spielen auch Flucht und Vertreibung eine Rolle.

Daneben gibt es noch eine Dauerausstellung mit Gemälden von Künstlern aus dem Egerland. Hier sind verschiedene Stilrichtungen mit wirklich schönen Bildern vertreten.

Zu weiteren Themen gibt es wechselnde Sonderausstellungen, das derzeitige Thema ist der „Egerländer Geigenbau“.

Im Kassenbereich gibt es auch einen kleinen „Museumsladen“ – hier können u.a. Huasnoantoutara als Brosche, Ohrhänger usw. gekauft werden.

Ein Besuch in diesem Museum lohnt unbedingt und sollte vor einer Reise in das Egerland eingeplant werden!

Internet:
Egerland-Museum: http://www.egerlandmuseum.de

Aktuelles Thema der Sonderausstellungen (und eine Liste der bisherigen Themen): http://www.egerlandmuseum.de/seiten/sonder_archiv/sonderarchiv.htm